Presse 2019

26. Oktober 2019 Aus Von rwerner
Run and Gone Start

 

 

„RUN AND GONE“ oder wofür es sich lohnt, clean zu bleiben

Sieben Tage, sieben Etappen, 296 Kilometer. Von Weißwasser über Niesky, Dresden, Freiberg bis zum Finale am vergangenen Freitag in Großrückerswalde. Das ist „RUN AND GONE – Gemeinsam Laufen“. Am vergangenen Mittwoch machten Reno Werner und seine Mitstreiter Jörg Fischer und Roberto Füger mit ihrem Laufprojekt Station in Dresden. In der Leipziger Straße 26 besuchten sie junge Leute, die nach einer erfolgreichen Entwöhnungstherapie auf dem Weg zurück in den Alltag sind und in pädagogisch-therapeutischen Wohngruppen in und um Dresden leben. Die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH (Rasop) betreibt diese Einrichtungen, hat in Pieschen auch eine spezielle Mutter-Kind-Wohngruppe.

Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe

Reno Werner (36), Jörg Fischer (50) und Roberto Füger (36) wissen, wovon sie reden, wenn sie in diesen oder anderen Runden mit Jugendlichen ins Gespräch kommen. Alle blicken auf eine jahrelange Abhängigkeit von Alkohol, Drogen und/oder Medikamenten zurück, haben aber letztlich nach hartem Kampf und manchen Rückschlägen den Absprung geschafft und ihre Sucht erfolgreich überwunden. Sie haben einen Sinn in ihrem Leben gefunden, für den es sich lohnt, clean zu leben.

Nach der Gesprächsrunde: Reno Werner, Jörg Fischer, Jenny Sauer, davor hockend Roberto Füger (v.l.n.r.) mit einigen Klienten der Radebeuler Sozialprojekte. Foto: C. Trache

Alle drei haben entdeckten in ihrer Therapiezeit das Laufen für sich. Es dient als Ventil, um vom Alltag abzuschalten und bringt ein Gefühl der Erfüllung. 2016 riefen sie darum gemeinsam das Projekt „Run and Gone. Gemeinsam Laufen“ ins Leben. Sie wollten bei der Prävention mitwirken und ihre Erfahrungen an junge Leute mit Suchtproblemen weitergeben und sie darin zu bestärken, ihren Weg zu finden und zu gehen. Seit 2018 sind Dresden und die Radebeuler Sozialprojekte eine der sieben Laufetappen. Das hat seinen Grund. 2006/2007 wurde Reno Werner als Klient von der Rasop nach einer Langzeittherapie in Dresden ambulant betreut. Damals hatte die Einrichtung noch ihren Sitz in der Leipziger Straße 76 – dort wo sich bis 1991 die Vorführapparate im Kino Faunpalast drehten.

Sieben Etappen – Laufen und Reden

Die einwöchige Lauftour mit sieben Etappen begann am 31. August in Weißwasser, der Heimatstadt von Reno Werner. Dort hat er bereits viele Unterstützer für sein Projekt gefunden. Jeden Tag stehen für ihn und seine Mitstreiter Jörg Fischer, Roberto Füger und seit diesem Jahr auch dessen Freundin Jenny Sauer etwa 24 bis 55 Kilometer auf dem Programm. Meist laufen zwei und zwei fahren mit dem Fahrrad nebenher. Seit 2016 haben sie ihr Projekt mehr und mehr ausgebaut. Die Entgiftungsstation des sächsischen Krankenhauses Großschweidnitz ist ebenso Gesprächsstation, wie die Entgiftungsstation des Krankenhauses Arnsdorf, die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH und die Langzeittherapieeinrichtung „Alte Flugschule“ Großrückertswalde. Die Alte Flugschule hat für Reno Werner und Roberto Füger eine besondere Bedeutung. Hier haben sie den Weg in ihr heutiges Leben geebnet. Fast schon traditionell beschließen sie ihre Laufwoche mit der Teilnahme am Gassenlauf in Großrückertswalde.

Run and Gone Start

„Run and Gone“ oder wofür es sich lohnt, clean zu bleiben

Sieben Tage, sieben Etappen, 296 Kilometer. Von Weißwasser über Niesky, Dresden, Freiberg bis zum Finale am vergangenen Freitag in Großrückerswalde. Das ist „Run and Gone. Gemeinsam Laufen“. Am vergangenen Mittwoch machten Reno Werner und seine Mitstreiter Jörg Fischer und Roberto Füger mit ihrem Laufprojekt Station in Dresden. In der Leipziger Straße 26 besuchten sie junge Leute, die nach einer erfolgreichen Entwöhnungstherapie auf dem Weg zurück in den Alltag sind und in pädagogisch-therapeutischen Wohngruppen in und um Dresden leben. Die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH (Rasop) betreibt diese Einrichtungen, hat in Pieschen auch eine spezielle Mutter-Kind-Wohngruppe.

Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe

Reno Werner (36), Jörg Fischer (50) und Roberto Füger (36) wissen, wovon sie reden, wenn sie in diesen oder anderen Runden mit Jugendlichen ins Gespräch kommen. Alle blicken auf eine jahrelange Abhängigkeit von Alkohol, Drogen und/oder Medikamenten zurück, haben aber letztlich nach hartem Kampf und manchen Rückschlägen den Absprung geschafft und ihre Sucht erfolgreich überwunden. Sie haben einen Sinn in ihrem Leben gefunden, für den es sich lohnt, clean zu leben.

Nach der Gesprächsrunde: Reno Werner, Jörg Fischer, Jenny Sauer, davor hockend Roberto Füger (v.l.n.r.) mit einigen Klienten der Radebeuler Sozialprojekte. Foto: C. Trache

Alle drei haben entdeckten in ihrer Therapiezeit das Laufen für sich. Es dient als Ventil, um vom Alltag abzuschalten und bringt ein Gefühl der Erfüllung. 2016 riefen sie darum gemeinsam das Projekt „Run and Gone. Gemeinsam Laufen“ ins Leben. Sie wollten bei der Prävention mitwirken und ihre Erfahrungen an junge Leute mit Suchtproblemen weitergeben und sie darin zu bestärken, ihren Weg zu finden und zu gehen. Seit 2018 sind Dresden und die Radebeuler Sozialprojekte eine der sieben Laufetappen. Das hat seinen Grund. 2006/2007 wurde Reno Werner als Klient von der Rasop nach einer Langzeittherapie in Dresden ambulant betreut. Damals hatte die Einrichtung noch ihren Sitz in der Leipziger Straße 76 – dort wo sich bis 1991 die Vorführapparate im Kino Faunpalast drehten.

Sieben Etappen – Laufen und Reden

Die einwöchige Lauftour mit sieben Etappen begann am 31. August in Weißwasser, der Heimatstadt von Reno Werner. Dort hat er bereits viele Unterstützer für sein Projekt gefunden. Jeden Tag stehen für ihn und seine Mitstreiter Jörg Fischer, Roberto Füger und seit diesem Jahr auch dessen Freundin Jenny Sauer etwa 24 bis 55 Kilometer auf dem Programm. Meist laufen zwei und zwei fahren mit dem Fahrrad nebenher. Seit 2016 haben sie ihr Projekt mehr und mehr ausgebaut. Die Entgiftungsstation des sächsischen Krankenhauses Großschweidnitz ist ebenso Gesprächsstation, wie die Entgiftungsstation des Krankenhauses Arnsdorf, die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH und die Langzeittherapieeinrichtung „Alte Flugschule“ Großrückertswalde. Die Alte Flugschule hat für Reno Werner und Roberto Füger eine besondere Bedeutung. Hier haben sie den Weg in ihr heutiges Leben geebnet. Fast schon traditionell beschließen sie ihre Laufwoche mit der Teilnahme am Gassenlauf in Großrückertswalde.

In Dresden erzählten die drei sehr offen über ihre Drogenkarriere, über die Höhe und Tiefen, die sie durchlebten, ehe sie dort waren, wo sie heute sind. Die Jugendlichen hörten interessiert zu. Einige wenige getrauten sich, gezielt nachzufragen oder ihre eigene Geschichte zu erzählen. Auch wenn die Konzentration zwischendurch bei dem einen oder anderen nachließ, so war es doch beeindruckend, wie gebannt und mucksmäuschenstill sie den Ausführungen eines Klienten der Rasop lauschten, der seit ein paar Wochen im cleanen Wohnprojekt W23 an der Waltherstraße 23 in der Friedrichstadt weiter dafür kämpft, seinem Leben einen Sinn auch ohne Drogen zu geben.

Erfahrungen weitergeben und Präventionsarbeit leisten

Durch das Laufen nehmen die drei Projektinitiatoren ihre Umwelt und auch sich selbst ganz anders wahr. Das gemeinsame Laufen ist aber auch einfach Spaß. „Laufen ist für mich ein wortloses Glück“. Das Zitat stammt aus dem Buch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“. Geschrieben hat es der japanische Schriftstellers Haruki Murakami und nun leitet es das Video ein, das die Jugendlichen zu Beginn der Gesprächsrunde sehen. „Während des Laufens erleben wir Licht und Schatten, wie im normalen Leben. Auch bei Regen laufen wir weiter und kehren nicht einfach um“, erzählt Roberto Füger. „Wenn ein Streckenabschnitt endlos geradeaus verläuft und man gar kein Ziel sieht, dann suchen wir uns Zwischenetappen und freuen uns, wenn wir diese erreicht haben. Dann nehmen wir die nächste Zwischenetappe in Angriff, bis wir am eigentlichen Ziel angekommen sind“, ergänzt Jörg Fischer.

Kleine Ziele, kleine Erfolgserlebnisse – das sind Lehren aus dem Kampf weg von den Drogen. Das mussten sie lernen, ebenso wir die Tatsache, dass das Leben aus Licht und Schatten besteht. Die Erkenntnis nutzen sie bei ihrem eigenen Laufprojekt: 2016 begannen sie und sammelten erste Erfahrungen, 2018 brachten sie ihre eigenen Internetseite an den Start. Hier stellen sie sich und ihr Projekt ausführlich vor. Noch in diesem Jahr ist die Gründung eines gemeinnützigen Vereins geplant – mit dem Ziel, weiter in der Präventionsarbeit tätig zu sein und dabei verstärkt in Schulen zu gehen oder an anderen Orten mit Jugendlichen in Krisensituationen ins Gespräch zu kommen.

Am Ende der Gesprächsrunde in den Rasop-Räumen in der Leipziger Straße begleiteten fast alle Jugendlichen das Team des Laufprojekts ein Stück auf der aktuellen Etappe von über Freital nach Freiberg. Vom Elbradweg in Höhe Eisenberger Straße ging es über die Marienbrücke bis ins Ostragehege. Unterwegs wurde weiter geredet. Im kommenden Jahr steht ein Stopp in Pieschen wieder auf dem Plan. Neben interessanten Begegnungen gibt es dann doppelten Grund zu feiern: 5 Jahre Laufprojekt Run & Gone und 20 Jahre Radebeuler Sozialprojekte gGmbH.

 

Cleanes Laufprojekt RUN AND GONE zu Gast bei uns

Die Sucht hinter sich lassen: jeden Tag ein Marathon                                                            05.09.2019

Geschäftsführer und Firmengründer Eckard Mann hielt gemeinsam mit Geschäftsführerin Marit Neswadba das Startband zur gestrigen Etappe des cleanen Langstreckenlaufes „Run and Gone“, das heute im Cleanen Wohnprojekt der Radebeuler Sozialprojekte gGmbH in der Leipziger Straße Station machte. „Gemeinsam laufen gegen Drogen“ ist das Motto des einwöchigen von Weißwasser nach Großrückertswalde führenden Laufprojektes, bei dem an jedem Tag eine Marathondistanz zurückgelegt wird.

Reno Werner (ehemaliger Klient unserer Firma) läuft mit seinen Mitstreitern Jörg Fischer, Roberto Füger und Jenny Sauer bereits zum vierten Mal. Die vier besuchen bei ihren Etappen, die insgesamt 300 km umfassen, Therapieeinrichtungen, Suchtkliniken und Suchthilfeträger wie die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH. Das Motto „Run and gone – gemeinsam laufen gegen Drogen“ umfasst für sie das Hintersichlassen der Sucht. Das Laufen brachte sie zu sich selbst. In der Gemeinsamkeit der Gruppe geben sie sich gegenseitig Halt und Unterstützung und haben nach eigener Aussage auch „jede Menge Spaß“. Es ist ihr Ziel in offenen Angeboten und Gesprächen auch anderen zu helfen, aufzurütteln und Präventionsarbeit zu leisten. Hierzu soll noch in diesem Jahr ein gemeinnütziger Verein ins Leben gerufen werden.

Gut 20 jugendliche Bewohner_innen unserer pädagogisch-therapeutischen Clean-WGs „Haus Keulenberg“ bei Pulsnitz und „Hof Dallwitz“ bei Großenhain sowie ein Bewohner unseres Cleanen Wohnprojektes lernten das Projekt in einer Präsentation kennen und erfuhren in einem sehr offenen Gespräch viel über die Lebenswege der Läufer_innen. Man tauschte sich aus über Wege aus der Sucht und die Suche nach dem persönlichen Lebensweg und Perspektiven für die Zukunft.

Fast alle fassten Mut, ein Stück mitzulaufen und begleiteten die Laufgruppe über 5 Kilometer auf ihrem Weg, der heute bis Freiberg führte.

Vor 12 Jahren war Reno Werner aufgrund seiner Suchterkrankung bei uns in ambulanter Betreuung. Auf dem zweiten Bildungsweg absolviert er aktuell eine berufsbegleitende Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher, die er dieses Jahr abschließen will. Reno Werner hatte die Idee zu diesem cleanen Laufprojekt nach einem schweren Autounfall, nach dem niemand glaubte, dass er „überhaupt wieder aufstehen“ würde. Er hat dieses Vorhaben mit enorm viel Kraft, Ehrgeiz, Leidenschaft und Durchhaltevermögen über mehrere Jahre entwickelt und so seine Suchterkrankung und eine schwere persönliche Krise überwinden können.

Bewegung und körperliche Betätigung gehören auch für uns als wichtiger Bestandteil zum Therapiekonzept, da sie den jungen Menschen ermöglichen, ihr Körper- und Selbstwertgefühl wieder neu zu erspüren oder weiter zu entwickeln. Gruppe und Gemeinschaftssinn werden gestärkt und es liegt auf der Hand, dass mit Spiel und Spaß die Motivation am besten gelingen kann.

Wir werden Reno Werner, Roberto Füger, Jörg Fischer und Jenny Sauer auch zukünftig bei ihrem Projekt unterstützen und freuen uns, sie auch im übertragenen Sinne ein weiteres Stück seines Weges begleiten zu dürfen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die unterstützt, mitgemacht, mitgeplant, mitorganisiert und über das Projekt berichtet haben!

JUBILÄUMSSTART AM 29.08.2020 183 Days 17 Hours 11 Minutes 25 Seconds
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